Kiste
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Warum Kiste? Eine deutsche Programmiersprache, die man ernst nehmen kann

Programmieren lernt man auf Englisch. if, for, return, function — und wenn etwas schiefgeht, kommt die Fehlermeldung auch auf Englisch. Wer die Sprache nicht fließend kann, kämpft an zwei Fronten gleichzeitig: gegen die Logik und gegen das Vokabular.

Kiste dreht das um. Es ist eine deutsche Programmiersprache — die Befehle sind deutsch (wenn, solange, funktion, gib), die Fehlermeldungen sind deutsch und verständlich, und das Lehrbuch ist es auch. Man denkt in seiner eigenen Sprache und lernt das Programmieren, nicht nebenbei noch Englisch.

Kein Spielzeug

Deutsche Programmiersprachen gab es schon — meist als didaktische Übung, ein paar übersetzte Schlüsselwörter, und dann hörte es auf. Kiste ist etwas anderes: eine vollständige Sprache mit echtem Werkzeug drumherum.

  • Eine eigene Entwicklungsumgebung (IDE) mit farbiger Syntax, Fehleranzeige beim Tippen, Autovervollständigung und einem GUI-Designer, mit dem man Fenster per Drag & Drop zusammenklickt.
  • Ein Ein-Klick-Installer für Windows und Linux: herunterladen, doppelklicken, loslegen. Und aus dem eigenen Programm wird eine echte, eigenständige Anwendung, die man weitergeben kann.
  • Eine wachsende Standard-Bibliothek: Dateien, Bilder, eine Datenbank (SQLite), ZIP-Archive, Netzwerk, Audio.

Die Kiste-IDE — eigene Entwicklungsumgebung mit Syntax-Hervorhebung; läuft unter Windows und Linux

Der beste Beweis, dass eine Sprache trägt, sind die Programme, die man mit ihr baut. In Kiste entstanden bisher unter anderem KistePix, ein vollwertiger Pixel-Editor mit Ebenen und Animation, und Sternjäger, ein Arcade-Weltraum-Shooter — rund 700 Zeilen Kiste in einer einzigen Datei. Beide laufen unter Windows und unter Linux, denn Kiste baut für beide Systeme aus demselben Code.

Für wen?

Für alle, die auf Deutsch programmieren lernen wollen — ohne die Sprachhürde obendrauf. Und für alle, die mehr wollen als „Hallo Welt": ein echtes Werkzeug, das kleine Skripte, Desktop-Programme und Spiele baut.

Kiste ist jung und noch nicht mit einem kostenpflichtigen Zertifikat signiert — dazu später mehr. Aber sie ist heute schon erstaunlich weit, und sie wächst stetig.

Ausprobieren

Man muss nichts installieren, um einen ersten Blick zu werfen: Im Playground läuft Kiste direkt im Browser. Wer tiefer einsteigen will, lädt die Kiste-IDE für Windows oder Linux und arbeitet das Lernbuch durch — von „Hallo Welt" bis zur fertigen App.

Programmieren, in deiner Sprache.